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Kleines Boden-ABC

DVB-T

ist die Abkürzung für den englischen Begriff Digital Video Broadcasting Terrestrial und bezeichnet die terrestrische (erdgebundene) Verbreitung digitaler Fernsehsignale in der Atmosphäre. DVB-T ist eine Variante des Digital Video Broadcasting (DVB), die vor allem in verschiedenen europäischen, asiatischen und afrikanischen Staaten sowie in Australien als Standard für die Übertragung von digitalem Fernsehen und Hörfunk per Antenne verwendet wird. Das nordamerikanische Pendant zu DVB heißt ATSC, das japanische ISDB und das der Volksrepublik China DMB-T/H. DVB-T ist in den verschiedenen Ländern oft unter einer anderen Abkürzung bekannt, in Großbritannien und Irland wird beispielsweise die Bezeichnung „Digital Terrestrial Television (DTT)“ und auch, soweit nicht kostenpflichtig („Pay-TV“), „Freeview“, in Spanien „Televisión Digital Terrestre (TDT)“ oder in Frankreich „Télévision Numérique Terrestre (TNT)“ verwendet.

DVB-S

DVB-S (Digital Video Broadcasting – Satellite, zu deutsch Digitaler Fernseh-Rundfunk per Satellit) ist die Variante von DVB zur Übertragung per Satellit.
Die Ausstrahlung von DVB per Satellit (z. B. Astra, Eutelsat) ist die meistgenutzte DVB-Variante. Hier werden dank der großen Bandbreite die meisten Fernseh- und Hörfunkprogramme sowie Zusatzdienste übertragen. Als Beispiel werden alleine über die Astra-Satelliten mehr als 1500 Radio- und TV-Programme übertragen, davon sind jeweils rund 200 Programme unverschlüsselt.[1] Im Gegensatz zu DVB-C und DVB-T benötigt DVB-S keine Zusatzinfrastruktur (Kabelnetze, terrestrische Senderketten) und bietet somit auch in abgelegenen Gebieten Fernseh- und Rundfunkempfang. Es gibt Satellitenantennen, die durch automatische Nachführung der Antenne den Empfang in Flugzeugen, auf Schiffen oder sogar in Bussen während der Fahrt ermöglichen. Daher trifft die Bezeichnung „Überallfernsehen“ eher auf DVB-S als auf DVB-T zu. DVB-S dient teilweise sogar als Datenlieferant für die Kabelnetze (Analog und Digital) bzw. DVB-T.

DVB-C

DVB-C ist die Abkürzung für den englischen Ausdruck Digital Video Broadcasting-Cable und bezeichnet eine Variante von DVB, die für die Übertragung von digitalen Mehrwertdiensten über Kabelanschluss verwendet wird. In der Regel ist das die digitale Verbreitung von Fernsehsignalen. Das Übertragungssystem DVB-C gestattet ebenfalls die zusätzliche digitale Übertragung von Hörfunkprogrammen.
Die Qualität der übertragenen, meist MPEG-2-komprimierten Signale hängt dabei maßgeblich von Qualität des Quellmaterials, des verwendeten Encoders sowie der für die Übertragung bereitgestellten Nutzbandbreite innerhalb eines DVB-Multiplexes ab. Je niedriger die Bitrate pro Programm, desto mehr Programme können parallel auf einem Kanal in einem Multiplex übertragen werden, desto schlechter ist jedoch die Qualität. Mithilfe eines statistischen Multiplexens kann die einem Signal zugeteilte Bandbreite auch dynamisch je nach Bedarf in Echtzeit variiert werden. Verschiedene Services sind oft (anbieterseitig) zu sogenannten digitalen Bouquets (oder Paketen) zusammengefasst.

Als Modulation kommt dabei die sogenannte Quadraturamplitudenmodulation (QAM) zum Einsatz. Der Anbieter Kabel Deutschland überträgt dabei meist in der Variante 256-QAM, welche die höchste Bandbreite erlaubt. Zum Teil wird dort aber auch noch 64-QAM genutzt. Zu den verwendeten Profilebenen für die Videoübertragung gehören MPEG-2 MP@ML, MPEG-2 MP@HL und MPEG-4 AVC/H.264 HP@L4. Letztere erlauben die Übertragung von HDTV. Neben der digitalen Übertragung von Fernseh- bzw. Videosignalen stellt DVB-C weitere Dienste bereit. Zum einen können parallel zum Fernsehsignal auch Radiosender übertragen werden, die vergleichsweise wenig Bandbreite erfordern, zum anderen können aber auch interaktive Dienste und Anwendungen realisiert werden.

In Ausbaugebieten mit erweiterter Bandbreite (862 Megahertz) ist oft eine Rückkanalfähigkeit realisiert. Das bedeutet, dass auch bidirektionale Dienste wie Internet (unter Verwendung eines Kabelmodems) möglich sind, sofern diese vom Kabelnetzbetreiber angeboten werden.

Durch die digitale Ausstrahlung können synchronisiert mit dem Bildsignal auch interaktive Funktionen wie z. B. MHP, EPG und digitaler Videotext angeboten werden. Auch kommerzielle Dienste wie Video-on-Demand (VOD) und Pay-per-View (PPV) sind umsetzbar. Diese unter dem Begriff Bezahlfernsehen (Pay-TV) verfügbaren Angebote werden verschlüsselt ausgestrahlt und sind gegen Bezahlung einer Gebühr abonnierbar. Die Entschlüsselung erfolgt dann über den Digitalreceiver (z. B. die d-box) durch Benutzung einer personalisierten Smartcard. Diese wird über eine standardisierte Schnittstelle, dem CI-Interface, angesprochen. Vereinzelt werden auch proprietäre Lösungen ohne CI-Interface und Smartcard verwendet, z. B. von UPC Telekabel.

Das Programmangebot über DVB-C kann ähnlich hoch sein wie bei DVB-S über eine Satellitenposition obwohl die Bandbreite dieser im Ku-Band um ca. den Faktor 4 größer ist. Dieses liegt daran das die von DVB-S verwendete QPSK Modulation mehr Bandbreite pro Kanal braucht als die meistens von DVB-C verwendete 256-QAM Modulation. Zurzeit werden über Satellit und Kabel noch große Bandbreiten für die gleichzeitige Ausstrahlung analoger TV-Programme genutzt. Diese Situation wird sich in den nächsten Jahren ändern, so dass dann größere Bandbreiten für die digitale Übertragung zur Verfügung stehen.

Bis vor kurzem gab es nur eine sehr kleine Geräteauswahl zum Empfang von DVB-C auf dem inländischen Markt. Zunächst wurde der inländische Markt nur mit den lizenzierten d-box-Varianten versorgt. Später kamen nach und nach auch Geräte anderer Hersteller, wie z. B. Technisat und Humax, hinzu.

LCD

Ein Flüssigkristallbildschirm oder eine Flüssigkristallanzeige (englisch liquid crystal display, LCD), ist ein Bildschirm oder eine Anzeige (englisch display), dessen Funktion darauf beruht, dass Flüssigkristalle die Polarisationsrichtung von Licht beeinflussen, wenn ein bestimmtes Maß an elektrischer Spannung angelegt wird.
Flüssigkristallbildschirm (Touchscreen) eines Tablet PCs
Flüssigkristallbildschirm auf der Rückseite einer Digitalkamera

LCDs bestehen aus Segmenten, die unabhängig voneinander ihre Helligkeit ändern können. Dazu wird mit elektrischer Spannung in jedem Segment die Ausrichtung der Flüssigkristalle gesteuert. Damit ändert sich die Durchlässigkeit für polarisiertes Licht, das mit einer Hintergrundbeleuchtung und Polarisationsfiltern erzeugt wird.

Soll ein Display beliebige Inhalte darstellen können, sind die Segmente in einem gleichmäßigen Raster angeordnet (siehe Pixel). Bei Geräten, die nur bestimmte Zeichen darstellen sollen, haben die Segmente oft eine speziell darauf abgestimmte Form, so insbesondere bei der Sieben-Segment-Anzeige zur Darstellung von Zahlen (siehe auch Matrixanzeige).

Eine Weiterentwicklung ist das Aktiv-Matrix-Display, das zur Ansteuerung eine Matrix von Dünnschichttransistoren (engl. thin film transistor, TFT) enthält. Bei Flachbildschirmen ist diese Technik derzeit (Ende 2007) vorherrschend.

LCDs finden Verwendung an vielen elektronischen Geräten, etwa in der Unterhaltungselektronik, an Messgeräten, Mobiltelefonen, Digitaluhren und Taschenrechnern. Auch Head-Up-Displays und Videoprojektoren arbeiten mit dieser Technik.

HDMI

High Definition Multimedia Interface (kurz HDMI) ist eine ab Mitte 2003 entwickelte Schnittstelle für die volldigitale Übertragung von Audio- und Video-Daten in der Unterhaltungselektronik. Sie vereinheitlicht existierende Verfahren, erhöht gegenüber diesen die Qualitätsmerkmale und bietet weiterhin auch ein zusammenhängendes Kopierschutz-Konzept. Aktuell ist die seit 10. November 2006 vorliegende Version 1.3a.